Die Things Conference 2026 in Amsterdam war erneut einer der wichtigsten Treffpunkte für die globale LoRaWAN® - und Industrial-IoT-Community. Gemeinsam mit Kunden, Partnern und Technologieanbietern konnten wir neue Anwendungsfälle diskutieren, innovative Lösungen präsentieren und wertvolle Einblicke in die Zukunft vernetzter Industriegeräte gewinnen.
AION LIO: Die neue IO-Link zu LoRaWAN® Bridge vorgestellt
Ein besonderes Highlight war die offizielle Vorstellung unseres neuen AION LIO, der leistungsstarken IO-Link zu LoRaWAN® Bridge.
Mit AION LIO lassen sich bestehende IO-Link-Sensoren und Geräte schnell und unkompliziert in LoRaWAN®-Netzwerke integrieren. Unternehmen profitieren von einer kabellosen Anbindung ihrer IO-Link-Infrastruktur, ohne aufwendige Verkabelung oder zusätzliche Gateways auf Maschinenebene installieren zu müssen.
Damit eröffnet AION LIO neue Möglichkeiten für:
Weitere Informationen: AION LIO – IO-Link zu LoRaWAN® Bridge https://io-link-lorawan-bridge.com/
Live-Demonstrationen: EOS Radar und EOS420
Neben dem Produktlaunch präsentierten wir unsere bewährten Lösungen für die drahtlose Füllstands- und Pegelüberwachung.
EOS Radar-Füllstandsensor
Unser batteriebetriebener EOS Radar-Füllstandsensor zeigte eindrucksvoll, wie sich Silos, Tanks, Container oder Schüttgüter zuverlässig und wartungsarm überwachen lassen. Dank Radar-Technologie und LoRaWAN®-Konnektivität eignet sich EOS insbesondere für Anwendungen, bei denen eine einfache Installation und lange Batterielaufzeiten gefragt sind.
Mehr zum Produkt: https://sentinum.de/de/eos-radar
EOS420 für Pegelmesssonden und 4–20 mA Sensoren
Mit dem EOS420 demonstrierten wir die drahtlose Anbindung von bestehenden Pegelmesssonden und industriellen 4–20 mA Sensoren. Dadurch können vorhandene Messstellen einfach digitalisiert und in moderne IoT-Plattformen integriert werden, ohne bestehende Sensorik ersetzen zu müssen.
Mehr zum Produkt: https://sentinum.de/de/eos-420
Podiumsdiskussion: LoRaWAN®, mioty® oder Mobilfunk?
Ein weiteres Highlight war die Teilnahme an einer Expertenrunde unter der Leitung von Stefanie Twisselmann, Chief Product & Strategy Officer von Deutsche Telekom IoT.
Die zentrale Fragestellung lautete:
Welche Konnektivität ist die richtige Wahl: LoRaWAN®, mioty® oder Mobilfunk?
Gemeinsam mit Annalena Zottmann von Diehl Metering und Martin Lesund von Nordic Semiconductor diskutierten wir die Chancen und Herausforderungen der unterschiedlichen Technologien sowie deren Einsatzgebiete in modernen IoT-Produkten.
Im Mittelpunkt standen dabei:
Die wichtigste Erkenntnis: Es gibt keine universelle Funktechnologie für alle Anwendungsfälle. Die optimale Konnektivität hängt immer von den individuellen Anforderungen der jeweiligen Anwendung ab.
„See More, Wire Less“
Gemeinsam mit Alex Raimondi von Miromico AG durften wir außerdem unsere Präsentation „See More, Wire Less“ vorstellen.
Dabei zeigten wir, wie sich die etablierte IO-Link-Welt mit moderner LoRaWAN®-Konnektivität verbinden lässt und welche neuen Möglichkeiten sich dadurch für industrielle Anwendungen ergeben.
Der neue AION LIO stand dabei im Mittelpunkt und verdeutlichte eindrucksvoll, wie Maschinen- und Sensordaten drahtlos erfasst, übertragen und in sichere industrielle IoT-Ökosysteme integriert werden können.
So funktioniert die IO-Link zu LoRaWAN® Integration mit AION LIO
AION LIO verbindet die industrielle IO-Link-Welt mit modernen LoRaWAN®-Netzwerken und ermöglicht die drahtlose Übertragung von Sensordaten in lokale oder cloudbasierte Anwendungen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Die Systemarchitektur ist bewusst einfach aufgebaut: Ein IO-Link-Sensor wird direkt mit dem AION LIO verbunden. Der Adapter erfasst die Sensordaten, wandelt diese in LoRaWAN®-Telegramme um und überträgt die Informationen drahtlos an ein LoRaWAN®-Gateway.
Vorteile der Architektur:
Dadurch lassen sich IO-Link-Geräte auch in verteilten Anlagen, Retrofit-Projekten oder schwer zugänglichen Bereichen schnell digitalisieren, ohne zusätzliche Verkabelung über große Entfernungen.
Flexible Betriebsmodelle für industrielle Anwendungen
Ein besonderer Vorteil von AION LIO besteht in der Flexibilität bei der Datenverarbeitung. Unternehmen können zwischen verschiedenen Betriebsmodellen wählen und die Integration individuell an ihre Infrastruktur anpassen.
Variante A: On-Premises
Die Sensordaten werden über einen lokalen Netzwerkserver verarbeitet und innerhalb der bestehenden Unternehmensinfrastruktur bereitgestellt. Diese Variante eignet sich insbesondere für Anwendungen mit hohen Anforderungen an Datenschutz und lokale Datenhaltung.
Variante B: Cloud-Anbindung
Alternativ können die Daten über einen Cloud-Netzwerkserver verarbeitet und in cloudbasierte Anwendungen integriert werden. Dadurch lassen sich Sensordaten standortunabhängig auswerten und überwachen.
Variante C: Netzwerkserver direkt auf dem Gateway
Für kompakte Installationen kann der Netzwerkserver direkt auf dem LoRaWAN®-Gateway betrieben werden. Dadurch ist kein externer Netzwerkserver erforderlich und die Daten können unmittelbar lokal genutzt werden.
Diese Flexibilität ermöglicht den Einsatz von AION LIO sowohl in klassischen Industrieanlagen als auch in modernen Cloud- und Edge-Computing-Umgebungen.
IODD-Parsing: Sensordaten genau dort interpretieren, wo sie benötigt werden
Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation war das flexible IODD-Parsing. Die IODD (IO Device Description) beschreibt die Struktur und Bedeutung der vom Sensor übertragenen Daten und ermöglicht die automatische Interpretation von Rohdaten.
Mit AION LIO stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung, die Sensordaten auszuwerten:
Dadurch können Unternehmen selbst entscheiden, an welcher Stelle die Umwandlung von Rohdaten in verständliche Messwerte erfolgt. Dies vereinfacht die Integration unterschiedlichster IO-Link-Sensoren erheblich und reduziert den Implementierungsaufwand in IoT-Projekten.
Die wichtigsten Vorteile von AION LIO auf einen Blick